Klimaschutz und
Landwirtschaft

Gesunde Humusböden verbessern die Wasser- und Nährstoffspeicherung, erhöhen die Ertragsfähigkeit und binden große Mengen Kohlenstoff – durchschnittlich 6 Tonnen pro Hektar und Jahr. Nachhaltig bewirtschaftete Böden leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Boden- und Klimaschutz.

Mit der SteirerStrom Klimalandwirt-Ausbildung ermöglichen wir 60 steirischen Landwirtinnen und Landwirten den kostenlosen Ausbildungseinstieg zum/zur Humus-SpezialistIn.
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Know-how für die regenerative Bodenbewirtschaftung
Im Zuge der weltweiten Klimaveränderungen wird nachhaltiger Humusaufbau verstärkt zur Abmilderung der globalen Überhitzung vorgeschlagen. Mit unserer Klimalandwirt-Ausbildung unterstützen wir proaktiv das Wissen um eine Humusbewirtschaftung. Die Ausbildung lehrt nicht nur die für eine nachhaltige Bodenbearbeitung nötigen Wissensinhalte, sondern bietet auch einen Einstieg in das Humus-Aufbauprogramm des Vereins Humus +, in dem die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte in einem Zeitraum von drei bis sieben Jahren dabei begleitet und unterstützt werden, Humus auf ihren landwirtschaftlichen Flächen aufzubauen.

So funktioniert nachhaltiger Humusaufbau

In den letzten Jahrzehnten wurden die Humusreserven der Ackerböden reduziert. Ziel ist die Förderung von Humusaufbau und die Ökologisierung des Landbaus, damit Humus langfristig stabilisiert wird und nicht als CO2 in die Atmosphäre entweichen kann.
Winterbegrünung
Eine ganzjährige Begrünung verhindert Nährstoffverluste und stabilisiert die Bodenbiologie.
Bodenschonende Bearbeitung
Fördert die Ausbildung von unterirdischen Nahrungsnetzen zwischen Wurzeln, Pilzen und Bakterien.
Zwischensaaten
Der Einsatz von Zwischensaaten und Mischsaaten erhöht die unterirdische Vielfalt, mindert die Bodenerosion sowie den Verlust von Nährstoffen.
Unterstützende Maßnahmen
Einsatz von Komposttee, Pflanzenkohle, verschiedenen Mikroorganismen-Präparaten, sowie Kombinationen mit Agroforst oder Mob-Grazing.
Vorteile von Humusaufbau
Humusreiche Böden sind fruchtbarer
Humus fördert das Bodenleben bei reduziertem Einsatz von Düngemitteln.
Humusböden schützen das Grundwasser
Sie reduzieren den Austrag von Nitrat und minimieren Stickstoffverluste.
Humusböden sind widerstandsfähiger
Sie schützen vor Erosion durch Starkregen, Überschwemmungen und Wind.
Humusböden tragen zum Klimaschutz bei
Bei Humusbildung wird CO2 aus der Luft gebunden.
Humusböden speichern Wasser
Dadurch sichern sie Erträge bei Trockenheit.
„Eine humusfördernde Bewirtschaftung von Böden erhöht neben der Speicherung von Nährstoffen und Wasser auch die Filter- und Pufferkapazität. Zusätzlich wird CO2 aus der Atmosphäre im Boden gespeichert, wodurch Humusaufbau einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet.”
Humus + Modell Ökoregion Kaindorf
Mission klimafitter Boden
Humusböden fördern das natürliche Bodenleben in der Erde.
Experten vermitteln die vielen Vorteile des Humusaufbaus.
Theoretische Wissensvermittlung ist wichtiger Bestandteil der Klimalandwirt-Ausbildung.

Kooperations­partner
Humus + Modell Ökoregion Kaindorf

Das Humusaufbauprojekt der Ökoregion Kaindorf unterstützt seit 2007 LandwirtInnen in Österreich auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft. Der gemeinnützige Verein ist eine der renommiertesten Ökoregionen in Österreich und hat seit 2007 mehr als 250 Umwelt-Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Mobilität, Energie, Wohnen, Kreislauf- und Abfallwirtschaft umgesetzt. Unter anderem ist die Ökoregion seit 2011 die erste plastiksackerlfreie Region Österreichs.